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Feb 24 / analogue_rogue

OMG! Somebody’s reading this?

Guys, honestly? Google stats says, people are READING this (despite the fact that I haven’t posted anything let alone visited the site for half a year).

If you read this and have any opinion on my blog (even if it is: “it sucks” which is what I think it does) please take a minute and leave a comment telling me what you think. That would quite possibly make my day. (If I should happen to log in again at some point in the future…)

Thanks a lot, analogue-i’ll-never-become-a-real-blogger-rogue.

Aug 25 / analogue_rogue

Wie viele Kameras braucht man? / How many cameras does one need?

– SCROLL DOWN FOR ENGLISH VERSION –

Die Antwort auf die oben stehende Frage muss eigentlich lauten: “Auf jedenfall weniger als du kaufen möchtest.”

Meine bessere Hälfte (und wahrscheinlich die meisten anderen nicht-fotografierenden-Freundinnen da draußen..) denkt, dass eine Kamera genug ist. Jedenfalls schließe ich das aus der Tatsache, dass sie nur eine Kamera besitzt.

Schlüsseln wir die Antwort doch mal etwas präziser auf:

Du hast keine Kamera –> du brauchst mindestens eine Kamera!

Du hast eine Handykamera –> eigentlich hast du also gar keine KAMERA, oder? (siehe oben?)

Du hast eine Digitalkamera –> du brauchst eine analoge Kamera!

Du hast eine analoge Kamera und bist zufrieden mit den Bildern, die sie macht –> Herzlichen Glückwunsch, du brauchst keine weiteren Kameras mehr!

…………………………….

………………………

……….

Aber du WILLST noch andere Kameras und zwar:

mindestens je eine Kleinbildkamera, Mittelformat- und Großformatkamera. Sollte deine Kleinbildkamera keine Spiegelraflex sein, willst du eine Spiegelreflex. Solltest du bereits eine Spiegelreflex haben, willst du eine bessere Spiegelreflex. Außerdem willst du eine Sofortbildkamera, eine Rangefinder, eine Minox 35 (hey, die kleinste Kleinbildkamera der Welt- sexy, oder?), eine Leica, eine Twin-Lens-Reflex (am besten eine Yashika aber erstmal tut es auch eine Lubitel), eine Lomokamera – nur so zum Spaß, eine Unterwasserkamera, eine 110er Kleinstformatkamera (jetzt, wo es endlich wieder Filme und Entwicklung gibt), eine alte Balgenkamera, eine alte Plattenkamera, eine ….

Außerdem willst du natürlich eine komplett eingerichtete Dunkelkammer und einen Vergrößerer, der alle Formate deiner Kameras vergößern kann (oder alternativ auch gerne mehrere Vergrößerer….) aber alles das sind ja keine Kameras, das wird deine Freundin schon verstehen…

Übrigens: ich musste dieses Bild mit dem Handy aufnehmen,…… weil ich einfach nicht genügend Kameras habe!

— ENGLISH VERSION –

The answer to the above question is: “Less than you want to buy!”

My better half (and most likely the rest of all the non-photographer girlfriends out there) thinks that one camera is enough. At leas that’s what I conclude from the fact that she owns only one camera.

Let’s give more precise answers to the question how much cameras one needs:

You don’t own a camera –> you need a camera!

You have only a cell phone cam –> that means you don’t really have a camera, right? –> you need a camera! (see above)

You have only a digital camera –> you need an analog camera!

You own an analog camera and you like the photos it takes –> Congratulations! You have all the cameras you need!

…………………………….

………………………

……….

BUT you will WANT more cameras. Especially you’ll want:

at least one 35mm, medium format and large format camera. Should your 35 mm be a compact camera, you’ll want an SLR. Should you already have an SLR, you’ll want a better one. On top of that, you’ll want an instant camera, a rangefiner, a Minox 35 (smallest 35mm cam in the worl-sexy!), a Leica, a Twin Lens Reflex (actually you’ll want  a Yashika, but that Lubitel will just about do for a while), a Lomo cameras – just for fun, an underwater cam, a 110 format camera (there are new films available – didn’t you hear?), an old bellows-camera, an old plate camera….

You’ll also want a complete darkroom and an enlarger that handles all your different film formats (or more than one enlarger..) but that’s not really cameras, right? So your girlfriend will surely understand……

By the way: I had to take this pic with my cell phone, ….. because I just don’t have enough cameras!

Aug 12 / analogue_rogue

Cross-Entwicklung auf die einfache Art / Cross-processing the easy way

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- SCROLL DOWN FOR ENGLISH VERSION -

Ein sehr beliebter Lomo-Effekt ist es, Diafilm zu “crossen”, das bedeutet den Diafilm nicht in E6-Chemikalien zu entwickeln, wie es normal wäre, sondern ihn in C46-Chemie – wie normalen Farbfilm – zu entwickeln. Wenn man zu Hause keine Farbfilme entwickeln kann oder will, muss man also ein Labor davon überzeugen, Diafilm wie Negativfilm zu behandeln. Wenn einem das gelingt, ergibt das Bilder mit einem coolen blau-grünen Farbstich, die irgendwie anders (“retro” oder so..) aussehen.

Leider sind manche Kleinlabore gar nicht so begeistert von der Idee und beim Drogeriemarkt gibt es zumindest schon mal kein “Crossen bitte”-Kästchen auf dem Auftragsumschlag, das man ankreuzen könnte. Braucht es aber auch nicht, da man das ganze auch ganz entspannt “unter dem Radar durchfliegen” kann. Bei der Entwicklung im Großlabor, also immer dann, wenn man seinen Film beim Drogeriemarkt in den Kasten wirft, nimmt wahrscheinlich niemals ein Mensch die Filme in die Hand. Alles funktioniert automatisch. Woran erkennt also die Maschine, was sie mit dem Film zu tun hat? Natürlich an dem Maschinencode, der auf den Filmpatrinen aufgedruckt ist und der Filmart und ASA-Zahl beinhaltet.

Letztlich muss man also nur einen Diafilm in ein “normale” Negativfilmdose spulen und schon werden die Bilder gecrosst ohne  dass es irgendwen stören kann.

Also: Negtivfilmrolle leeren (z.B. indem man billigen Drogeriemarktfilm einfach wegwirft)

Filmende ein paar Zentimeter vor der Filmdose abschneiden

Die Lasche des Diafilms gerade abschneiden

Die beiden Filmenden übereinander legen und mit Tesafilm fixieren. Darauf achten, dass die Bildemulsion nach innen zeigt.

Jetzt mit den beiden Filmdöschen in die Dunkelkammer gehen (und wenn ich “Dunkelkammer” sage, meine ich eine DUNKLE Kammer, KEIN Rotlicht!) und den Diafilm umspulen, dabei hilft zum Beispiel eine Schere, die man als “Griff” in die Nagativfilm-Dose steckt.

Letzter Schritt ist nun, den Diafilm von der usprünglischen Filmdose abzuschneiden und dem Filmende mit der Schere ein neue Lasche zu verpassen. Danach einfach in die Kamera einlegen und fotografieren. Beim Einstellen des ISO/ASA-Wertes bitte beachten, dass man den Wert des Diafilms einstellt und nicht den auf der Patrone aufgedruckten. (Bei Kameras, die diesen Wert automatisch auslesen, bitte Negativfilmdosen mit dem gleichen ISO/ASA-Wert benutzen.)

Die Ergebnisse sehen dann je nach benutztem Film und Aufnahmebedingungen / Entwicklung in etwa so aus:

Wie unschwer zu erkennen, sind die Bilde rnicht von heute sondern von Januar. Aber ein neuer Versuch mit Cross-Entwicklung steht bald an und dann werde ich hier noch ein paar sonnige Urlaubsbilder ranhängen.

Bis dahin, viel Spaß beim Experimentieren!

A.R.

—- ENGLISCH VERSION —

Cross processing is a favourite Lomo-effect which involves processing a slide film in C46 negative film-chemicals (instead of in the E6 chemicals normally used). If you can’t or don’t want to develop colour film at home, you need to convince some lab to run your slide films through the C46 tank. If you succeed, you’ll get photos with a cool blue-greenish tint to them that looks ever so “retro” and “analogue” and whatnot.

Not all small-scale labs will agree to cross process for you so and if they do, they’ll charge a lot. at large-scale labs (the ones your film gets send to if you have it developed at the local drugstore or supermarket) no human being will even touch your film because everything is computerised. How does the machine know what to do with your film? It’s printed onto the film cartridge in machine-readable code. So all you’ll have to do is to put some slide film into a negative film cartridge and your pics can get cross-processed while flying undetected “under the radar”.

So: empty a negative film cartridge (for example by throwing away 36 exposures of the cheapest supermarket film stock)

Cut the film an inch or so from the cartridge.

Cut away the leader of the slide film so you have a clean edge.

Let both films overlap a bit and attach to each other with sticky tape. Make sure the emulsion side is facing inwards.

Now go to the darkroom (and when I say “darkroom” I mean a DARK room – no safelight allowed!) and wind the slide film into the negative film-cartridge. A pair of scissors can serve as a convenient “crank” here.

The very last step is to cut the slide film from the original cartridge and to cut a new leader at the end of the film. Insert into camera and use as you would any other film. When setting the ISO/ASA make sure you use the slide films rating and not the one printed on the cartridge. (If your camera is a newfangled one which reads the machine code and sets ASA/ISO on its own you’ll need to use an empty negative film-cartridge with the same ISO/ASA rating as the slide film you’re using.)

Depending on slide film-stock, lighting and processing, your photos will look something like this:

As you can easily see, these pics aren’t new. They’re from January. But I just made a new cross-cartridge for this post and I’ll use it soon while on holiday. Expect to find some hopefully sun-drenched, cross-processed holiday pics here in about three weeks.

Have fun experimenting!

A.R.

Aug 2 / analogue_rogue

Sommerloch / why there are no new posts

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Unglaublich wie lange ich selber nicht auf dieser Seite war, aus mir wird nie ein guter Blogger…

Aber mal ehrlich: es ist Sommer und in meiner Dunkelkammer hat es gefühlte 50 Grad Celsius, ich verbringe meine Zeit im Park und am Wasser und irgendetwas ist immer wichtiger als die Kamera (Grill, Frisbee, Bier….).

Wissend, dass es hier niemanden gibt, den dieses Geschreibsel interessiert gelobe ich mal halbherzig Besserung: falls es sich ergibt mach ich mal wieder Bilder.

Grüße aus dem Sommerloch, analogue rogue!

English Version—

Unbelievable how long I haven’t been on my own blog, I’ll never become a real blogger anytime soon.

But honestly: it’s summer outside and my darkroom feels like a sauna. I rather spend my time in the park and at the riverside and there’s always somothing more important to take than a camera (grill, frisbee disc, beer….).

Knowin, that there aren’t any readers here who give a toss, I’ll half-heartedly swear to take some photos in the near future – stay tuned (if you’ve got no life – otherwise go out and have fun in the sun!)

analogue rogue

May 25 / analogue_rogue

Caffenol Pseudo-Lith

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– SCROLL DOWN FOR ENGLISH VERSION –

Lith Printing ist eine spezielle Art Papierbilder zu entwickeln, bei der ein stark überbelichtetes Photopapier in verdünntem Lith-Entwickler, der eigentlich für Dokumentenfilm gedacht ist, entwickelt wird. Der Entwickler wirkt an den dunklen Stellen des Bildes viel schneller als an den hellen und beschleunigt seine Wirkung durch eine Kettenreaktion. So kann man tiefschwarze Schatten und schneeweiße Lichter auf ein einziges Papier zaubern und dabei eine unwirkliche Stimmung hervorrufen. Einziges Problem: Lith-Entwickler ist teuer, nur kurz zu verwenden und hochgiftig.

Der Effekt eines echten Lith-Bildes lässt sich schlecht komplett nachahmen, aber eine Anhebeung des Hell-Dunkel Kontrasts durch Überbelichtung und lange Entwicklung läst sich auch mit anderen Mitteln erzielen – zum Zuge kommt mal wieder meine Lieblingschemikalie: Caffenol.

Caffenol, so kann man vielerorts lesen, hält nicht lange und sollte für jedes Vergrößern neu angerührt werden. Ich hielt das bis jetzt auch immer für richtig, denn meine bisherigen Versuche, Papierbilder in altem Caffenol zu entwickeln gingen immer schief – minutenlang passierte nichts, bis ich schließlich aufgab. Vorgestern startete ich einen neuen Versuch, letztlich aus purer Langeweile. Ich belichtete einen Papierstreifen einfach 20 Sekungen in der Sonne und siehe da: auch im abgestandenen Caffenol gab es eine Schwärzung. Folglich musste jetzt nur noch die richtige Belichtungszeit gefunden werden: ich belichtete also einen Teststreifen in zehnsekündigen Abständen bis hin zu 60 Sekunden. Nach dem Entwickeln zeigte sich nur bei dem 60-Sekunden-Streifen eine Graufärbung, also gab ich nochmal 2 Blendenstufen zu. Bei 3 Minuten Belichtungszeit erhielt ich ein brauchbares Bild.

In der Zwischenzeit habe ich ein bisscher herumprobiert. Es kommt auch bei diesen langen Zeiten auf eine relativ genaue Belichtung an. Zu lange, und die Hellen Stellen werden zu dunkel bevor das Schwarz tief genug ist. Zu kurz, und man erhält ein flaues, hellgraues Bild. Zeiten zwischen 2 und 2,5 Minuten haben sich bei meiner Papier-Negativ-Vergrößerer Kombination (Agfa Brovira Speed RC Härte 4, Caffeno-entwickelte, ziemlich dichte Negative und ein uralter Adjutar Vergrößerer aus DDR Produktion) als gut herausgestellt.

Nach zirka 40 Sekunden erkennt man ein erstes, sehr helles Bild. Die gesamte Entwicklungszeit beträgt mindestens 5 Minuten eher aber 9 oder mehr . Zuerst entsteht ein eher flaues Bild, dann passiert erstmal nichts, danach beginnen die Schatten dunkler und die Kontraste stärker zu werden. Im Gegensatz zu echtem Lith-Printing wird die Entwicklung aber nicht immer schneller, so dass man gemächlich arbeiten kann. Man sollte das entstehende Bild genau beobachten und nicht in Versuchung geraten, zu früh abzubrechen. Eine Überentwicklung, bei der das ganze Bild zu dunkel wird passiert nur dann, wenn die Belichtungszeit zu lange war. Mit der richtigen Belichtungszeit kann man ruhig abwarten, bis die Schatten so dunkel sind, wie man sie möchte. Erst ganz zum Ende der Entwicklungszeit entstehet nochmals eine tiefere Schwarzzeichnungein paar die Details in den hellsten durchgezeichneten Bereichen. Wenn man vorher schon stoppt, so fällt der Kontrast vielleicht noch größer aus (wenn das Schwarz schon tief genug ist), da auch diese hellen Mitten nun rein weiß bleiben.

Ich habe das Gefühl, dass diese Art der Vergrößerung das Korn des Films noch etwas mehr betont, dass mag aber auch an meinem harten Papier liegen.

Zur besseren Anschaulichkeit noch ein paar Bilder:

Hier sieht man gut den Unterschied, den die längere Entwicklungszeit ausmacht. Beide Bilder wurden 2 Minuten lang belichtet, das rechte wurde 5 min, das linke 11 min entwickelt.Entwickler war drei Tage altes Caffenol-CM, das zu dieser Zeit schon etwa 20 Bilder der Größe 9×12 entwickelt hatte.

Ähnliches gilt für den Engel, hier wurde auch ein Bild 5 und das andere etwa 15 Minuten entwickelt.

Wie man sieht, auch Caffenol muss nicht nach dem Ersten Einsatz in den Ausguss!

Viel Spaß beim Experimentieren.

– ENGLISH VERSION –

Lith Printing is a special way of making photographic prints, in which a heavily overexposed paper is developed in highly diluted Lith-developer. Lith-developer is originally made for the development of high contrast document-film and microfilms, not for photographic paper. What happens is that in the dark areas of the image there’s a runaway development, kind of like a chain reaction. (Well, not only kind of, but indeed a chain reaction.) While the shadows get darker quickly, the lights show less development, so that the end result is a very contrasty image with an eery, surreal atmosphere. The problem is, Lith-developer is both expensive and rather toxic.

The effect of Lith-printing cannot really be duplicated, but a high contrast through long development in a weak developing solution can of course be achieved with other means. Again I’m talking about my favourite photo-chemical: Caffenol.

Caffenol, as you can read everywhere on the internet, isn’t supposed to keep. So you should always make a new batch for every printing session. Up until now, I always considered this a good piece of advice, especially since my few sad trials with yesterday’s Caffenol didn’t yield any usable results. The day before yesterday (well, by now it’s been 5 days ago, but only because this post has been in the editing for so long), I started another trial. I exposed a strip of photographic paper in the sun for 20 sec and it showed development in one day old Caffenol. Knowing that the developer was still fine, I exposed a test strip in 10 second intervalls up to a minute. Only the longest exposed part showed a grey image, so I added two stops to the exposure. At three minutes exposure time,  usable image appeared.

B now, I’ve been playing around with old Caffenol for a while. You have to get the exposure right, even with the long exposure times. If you overexpose for too long, the lights get grey before the shadows get dark enough. Too short an exposure and the whole image gets flat and grey. For my combination (Agfa Brovira Speed RC grade 4 paper and Caffenol developed, rather dense negatives) exposure times between 2 and 2,5 minutes seem to work well. 

After about 40 seconds, a very faint image appears. The entire developing time is at least  5 min, more likely 9 minutes or more . The shadows take a lot of time to develop and contrary to a real Lith-print, the development doesn’t accelerate, so you can take your time. Watch the developing image and wait, there is no danger of quick overdevelopment (if the exposure was right). When the shadows are nicely black, rinse and fix the print as usual.

I have the impression that this way of developing results in slightly more grain but that ,may just be because of my hard paper.

In the end, some pictures:

Here you can see the difference betwenn 5 minutes (right image) and 11 minutes developing time (left). Both prints were exposed for 2 minutes and developed in 3 days-old Caffenol which had already developed about 20 prints of 9x12cm size.

The faint angel was developed for 5, the contrasty one for fifteen minutes all else being equal to the horse pic.

As you see, there’s no reason to dump your Caffenol after the first session.

Have fun experimenting.


May 16 / analogue_rogue

Farbfilm in schwarzweiß Entwickler entwickeln / developing colour film in black and white chemicals

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— SCROLL DOWN FOR ENGLISH VERSION –

Es soll hier gar nicht darum gehen, ob es funktionieren kann, Farbfilm in schwarzweiß Chemikalien zu entwickeln – natürlich geht es.

Fotografischer Film besteht aus Silberhalogeniden, die in einer Gelatineschicht sitzen, egal ob SW oder Farbe. Beim Farbfilm kommen allerdings noch verschieden farbige Fillterschichten und sogenannte Farbkuppler dazu. Wenn man Farbfilm richtig entwickelt, so werden auch zuerst die Silbersalze entwickelt, ihre Schwärzung führt dazu, dass die Farbkuppler sich verfärben, danach wird das Silber weggebleicht und der Film fixiert (meist in einem Schritt “Blix” genannt, für “bleach and fix”). Es bleibt ein farbiges Negativ, da man nur noch die drei Farbschichten sieht. [Das weiß ich natürlich alles nur dank Wikipedia....]

Wie gesagt, natürlich geht es, die Frage ist aber, ob es Sinn macht.

Wenn man einen Farbfilm SW Chemie entwickelt, dann bleibt das Silberbild erhalten, da man ja nicht bleicht. Die drei Farbschichten sind natürlich trotzdem da, auch wenn sich die Farbkuppler nicht (oder nicht richtig) entwickeln. Das bedeutet, dass man ein viel dichteres Negativ erhält, als bei einem SW Film. Erschwerend kommt hinzu, dass Farbfilm ein oranges Trägermaterial hat, das natürlich orange bleibt. Man erhält also ein dichtes SW Negativ auf orangem Grund.

Warum sollte ich das wollen? Es gibt verschiedene Gründe, Farbfilm so zu entwickeln. Einer davon ist, dass man gerade keinen SW Film zur Hand hat, da Farbfilme auch in unserer digitalen Zeit noch fast überall erhältlich sind, SW aber nicht. (Übrigens einer der Gründe, warum ich sehr gerne den Agfa APX 100 SW-Film benutze: es gibt ihm im Drogeriemarkt nebenan.)

Manchmal kann auch der Preisfaktor eine Rolle spielen, da der billige Farbfilm aus dem örtlichen Rossmann oder DM eben einfach ziemlich günstig ist (aktuell im 3er Pack unter einem Euro). Der Preis kann auch insofern eine Rolle spielen, dass man nicht weiß, ob die Bilder etwas werden, weil man eine gebraucht gekaufte Kamera zum ersten Mal ausprobiert oder mit einem alternativen Entwickler spielt. Meine ersten Bilder in einer Flohmarktkamera, bei der ich mir nicht sicher bin, ob alles richtig funktioniert, mache ich gerne mit billigem Farbfilm. Meine allerersten Gehversuche mit Caffenol habe ich auch mit Farbfilm unternommen. Hier kommen wir aber auch gleich zu den Nachteilen.

Ein dichtes Negativ kann den Nachteil haben, dass man es nicht mehr analog ausbelichten und vergrößern kann, besonders, weil das wenige Licht, das durchgeht auch noch orange ist (durch das orange Trägermaterial), eine Farbe, die viele SW Papiere gar nicht “sehen”, da sie unter orangem Dunkelkammerlicht verarbeitet werden können. Bei manchen Papieren kann man also ein solches “falsches” SW Negativ so lange ausbelichten wie man möchte, es bleibt immer nur ein weißes Blatt.

Auch beim Scannen eines solchen Negativs kann man eventuell Probleme haben, besonders in Flachbettscannern. Spezielle Filmscanner schaffen aber meineer Erfahrung nach ein gutes Ergebnis. Sollte man also Film sowieso nur scannen wollen, dann kann die Verwendung von Farbfilm Sinn machen.

Hier zeige ich euch noch ein paar meiner Ergebnisse von schwarzweiß entwickelten Farbnegativen. Bei allen handelt es sich um Scans, da ich die Negative auch nach minutenlanger Belichtung nicht vergrößern konnte (das liegt wohl an der orangen Lichtfarbe). Einige sind mit Rodinal entwickelt, die meisten aber mit Caffenol. Tendenziell gibt Caffenol noch dichtere Negative, da es den Film ja auch leicht braun färbt.

– ENGLISH VERSION –

This post is not about whether you can develop colour film in black and white chemicals – of course you can.

Photographic film consists of silver salts embedded in a gelatine emulsion (technically that’s incorrect, but the term has stuck). For colour film, there’s added complexity in the form of three different colour filtres and so called dye couplers. If you develop colour film the ordinary way, the silver salts get developed first. Their development then activates the dyes. In a final step, the silver image gets bleached away and the dyes remain to form a colour image. (This step is normally combined as so called “blix”, for “bleach and fix”.) I know all this, because I read Wikipedia ;-)

As I said before: colour film can be developed in BW soup, the question is whether it makes sense to do so.

If you develop a colour film in BW chemicals, the silver image is retained (because there’s no bleaching step). The three filtre layers and the dye couplers are still there but of course the dyes don’t get developed (properly). This means that you get a far denser negative than you would with normal BW film. Another thing is that colour film has an orange base layer, which stays orange. So the end result is a dense image on an orange base layer.

Why should you want that? There are several reasons to develop colour fillm in that way. One is, you don’t have any BW film at hand. Colour film is widely available, even in our digital world, while BW film is only for enthusiasts nowadays. (This is one of the reasons why I use Agfa APX 100 black and white film a lot – it’s available in the drug store next door.)

Sometimes, price can be a factor as well. Colour film (perversely) tends to be cheaper than black and white. Also, if I’m trying out a new second hand camera or playing around with a new alternative developer, I use colour film, because it’s cheaper.

The disadvantages are, of course, the dense negatives and the orange base layer. The orange colour makes it almost impossible to print the negatives onto traditional photographic paper, because a lot of BW papers have no sensitivity to orange light. (That’s why you can use orange safelights in your darkroom.)

Scannin such a negative can be difficult with an ordinary flatbed scanner. Dedicated film scanners seem to work fine (in my limited experience).

So as long as you want to scan your negatives and as long as you find the output visually pleasing, there’s nothing wrong with developing coulour film in BW developer.

Above you can see some scans of negatives I developed in BW chemicals (either Caffenol or Rodinal – Caffenol gives even denser negs since it stains). I wasn’t able to print any of them because of the above mentioned orange light effect.


May 13 / analogue_rogue

Fotogramme / Photograms

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– SCROLL DOWN FOR ENGLISH VERSION –

Ich hatte letztens wenig Zeit, aber heute morgen konnte ich endlich mal wieder für anderthalb Stündchen in der Dunkelkammer verschwinden. Neben einigen Bildern, die ich vergrößert habe, habe ich auch drei Fotogramme erstellt.

Eigentlich ist ein Fotogramm etwas ganz simples: man legt einen Gegenstand im Dunkeln auf ein Blatt Fotopapier und belichtet dieses. Es entsteht ein Schattenriss auf schwarzem Papier, ein Fototgramm.

Besonders werden Fotogramme erst durch die Auswahl interessanter Formen oder gar (halb)transparenter Materialien, wie zum Beispiel Gläser, Glühbirnen, extrem dünn geschnittenes Obst etc. Auch Schattenspiele mit der Hand lassen sich so festhalten. Ich kann nicht behaupten, dass meine “Erstlingswerke” besonders gut sind, aber eine schnelle Bildersuche nach dem Begriff Fotogramm ergibt wirkliche Kunstwerke, so dass ich sicher noch mehr von dieser Technik ausprobieren werde!

Meine drei Fotogramme entstanden übrigens auf Agfa Brovira Speed Papier der Gradation 4 (hart) und wurden mit Caffenol entwickelt.

– ENGLISH VERSION –

Lastly, I didn’t have a lot of time but today I was able to spend one and a half hours in the darkroom. I enlarged a few pictures and I played around with photograms.

A photogram is a very simple thing: you place an object on a sheet of photographic paper, expose it to light and develop it. The result will be a light shadow on a dark background.

If you use (partly) translucent objects, the resulting pictures will be even more interesting.

I won’t say that my own photograms are any good, but if you google for photograms, you’ll see a great many that will qualify as a work of art.

My photograms were printed on Agfa Brovira Speed paper grade 4 (hard).

May 5 / analogue_rogue

Film mit Kaffee entwickeln – ein gar nicht mehr so alternatives Verfahren / Developing film with coffee – a not-so-alternative-anymore process

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– Scroll down for English version  –

Heute stelle ich euch meine liebste Fotochemikalie vor, die gleichzeitig auch mein Lieblingsgetränk ist. Es geht um Kaffee. So verrückt wie das klingt ist es aber gar nicht (mehr). Der sogenannte Caffenol Entwickler aus Instantkaffee, Waschsoda und Vitamin C ist schon seit Jahren ein Renner bei Hobbyfotografen. Wer also gerne Tage und Wochen damit zubringen will, “seine” eigene Formel für einen alternativen Entwickler zu kreieren, der sollte vom Kaffee lieber die Finger lassen. Richtig gute Leute – allen voran Reinhold von caffenol.blogspot.com (siehe Links) – haben verschiedene Rezepturen erprobt und Ergebnisse veröffentlicht, denen man folgen kann. Damit lässt sich bei richtiger Vorgehensweise ein ebenso gutes Ergebnis erzielen, wie mit kommerziellen Entwicklern. Wer noch Verrückteres sucht, dem sei Wineol (Entwickler auf Rotweinbasis), Teenol (aus schwarzem Tee) oder gar Peenol (aus… äh… Pipi) empfohlen. Da kann man noch Pionierarbeit leisten.

Warum also überhaupt mit Caffenol entwickeln, wenn es doch gar nicht mehr so alternativ und cool ist? Einerseits wegen der guten Verfügbarkeit von Instantkaffee und Soda – ein Gang in den Supermarkt und in die Apotheke und schon kann man loslegen. Geschäfte für analoge Fotografie sucht  man ja heute vielerorts vergebens. Andererseits ist Caffenol ein wirklich umweltfreundlicher Entwickler, der nach getaner Arbeit einfach im Ausguss verschwinden kann. Kommerziele Entwickler sind oft richtig fiese Chemiecocktails, die auf jeden Fall fachgerecht entsorgt werden müssen. Letztlich ist es auch einfach immernoch richtig cool jemandem zu erklären, dass dieses Bild mit Kaffee entwickelt wurde. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass man nicht um kommerzielle Fixierlösung auf Ammonium- oder Natriumthiosulfatbasis herum kommt. Der Gang zum Recyclinghof steht also früher oder später doch noch an.

Kein Grund für Caffenol ist der Geldbeutel. Caffenol mag zwar billiger sein als one-shot Entwickler, im Vergleich zum billigen, unbegrenzt haltbaren, häufig wiederverwendbaren und gering dosierbaren Wundermittel Rodinal hat Caffenol aber keine Chance, einen finanziellen Vergeleich zu gewinnen. Es bleiben Umweltgründe, Coolness und ein gewisser Caffenol-Look, der auch damit zu tun hat, dass der Entwickler den Film zusätzlich auch noch einfärbt.  Ähnlich wie Rodinal, eignet sich Caffenol sowohl für die Negativ- als auch für die Papierentwicklung.

Als Startpunkt für Caffenol-Einsteiger möchte ich unbedingt den schon erwähnten Blog caffenol.blogspot.com empfehlen, außerdem das daraus entstandene, kostenlos als PDF im Internet erhältliche Buch “The Caffenol Cookbook and Bible” (auch in meinen Links).

Hier stelle ich heute nur meinen ganz persönlichen Ansatz der Kaffeeentwicklung vor.  Da ich es öde finde, bei den für Caffenol vorgeschlagenen langen Entwicklungszeiten von bis zu 30min einen festen Kipprhythmus einzuhalten bevorzuge ich die Standentwicklung. Ach was solls: ich bevorzuge die Standentwicklung so oder so und würde auch gar nichts anderes mehr ausprobieren wollen. Standentwicklung ist simpel und man kann dabei nebenher lesen, arbeiten, kochen, fernsehen oder gar schlafen: perfekt!!

Im Internet wird für Standentwicklung mit Caffenol das “Standardrezept” empfohlen: Reinholds sogenanntes “Caffenol-C-M”. Allerdings habe ich damit keine guten Erfahrungen gemacht, meine Negative waren so eindeutig überentwickelt. Letztlich ist es ja auch normal bei der Standentwicklung, dass man den Entwickler stärker verdünnt und dafür länger jedoch unbewegt entwickelt. Also habe ich angefangen, das Rezept mit der doppelten Menge Wasser zu verdünnen und 2 Gramm Salz dazu zu geben. Seitdem erhalte ich wunderschöne Negative mit schwarzen Lichtern und klaren Schatten, die natürlich – caffenoltypisch – eine höhere Dichte aufweisen (eben weil das Basismaterial des Films leicht eingefärbt wird). Ich kann die Negative aber sehr gut mit meinem billigen Filmscanner scannen und vor allem – was mir auch wichtiger ist – lassen sich davon sehr schöne analog ausbelichtete Abzüge erstellen.Um ehrlich zu sein, bin ich total verliebt in den double-coffee-look meiner caffenolentwickelten Abzüge von Caffenol-Negativen!

Zurück zur Filmentwicklung:

für 120er Rollfim (der in meiner Jobo-Dose mindestens 650ml Flüssigkeit braucht) verdopple ich einfach die Wassermenge bei Caffenol-C-M, was folgendes Rezept ergibt:

27g Waschsoda

8g Vitamin C

2g Kochsalz

20g Instantkaffee

auf 1 Liter Wasser (Zimmertemperatur)

Für “normalen” 135er Film (der ja mit weniger Flüssigkeit auskommt) halbiere ich das Standardrezept und nehme:

14g Waschsoda

4g Vitamin C

1g Kochsalz

10g Instantkaffee

auf 500ml Wasser (Zimmertemperatur)


Dabei jeweils zuerst die “weißen” Zutaten (Soda, Vitaminpulver und Salz) abwiegen und auflösen, dann erst den Kaffee zugeben und gut auflösen. Stehen lassen, während man in der Dunkelkammer den Film in die Spirale fummelt. Einfüllen, einigne Male kippen und dann einfach 90min stehen lassen und etwas anderes tun. Danach das Caffenol ausgießen und Wasser einfüllen, 10mal kippen und ausgießen. Wieder mit Wasser füllen und 10min stehen lassen (dieser Schritt ist optional, verringert aber den Braunton des Negativs). Ausgießen und mit kommerziellem Fixierer nach dessen Packungsvorgabe fixieren. Fixierer ausgießen und Schlusswässerung nach der wassersparenden aber archivsicheren Ilford-Methode: Dose mit Wasser füllen, 5x kippen, ausgießen. Mit Wasser füllen, 10x kippen, ausgießen. Nochmal füllen, 20x kippen, ausgießen, fertig! Ich ziehe meine fertig entwickelten Filmstreifen immer durch ein mehrmals gefaltenes Blatt Küchenpapier, das entfernt überschüssiges Wasser, verhindert Kalkflecken und ermöglicht eine schnelle Trocknung. Dazu den Film an einem staubarmen Ort zum Trocknen aufhängen.

Zum Abschluss ein paar Bilder: alle sind Scans von nach obiger Methode entwickeltem Agfa APX 100 bzw. von caffenolentwickelten Ausbelichtungen dieser Negative auf Tetenal Work (Härte 3).

Zuerst die Negativscans:

half a car

motorrace car

Dann die Papierscans:

cleaver

rose

camera

PS: Wie man sieht habe ich seit neuestem einen “richtigen” Vergrößerer :) Mehr dazu später.

– ENGLISH VERSION –

Today, I’m going to talk about my favourite photographic chemical which is also my favourite beverage: this post is about coffe. This is not as crazy as it sounds (anymore). Caffenol, the developer made from instant coffee, washing soda and vitamin C has been a favourite of hobby photographers worldwide for years. Those, who’d like to spend days and weeks developing their “own” formula shouldn’t try Caffenol. Real geniuses – first of all Reinhold from caffenol.blogspot.com (cf. my links) have done all the work trying out new formulas and they have published recipes that can be followed to achieve constant, repeatable results that can be compared to commercial developers. Those who want to play around with crazier stuff should try Wineol (made from wine), Teanol (made from tea) or even Peenol (made from … ahem …. pee). Those are the fields in which real pioneer work can still be achieved.

Why should one want to develop films with Caffenol if it isn’t as alternative and cool anymore? On the one hand, there’s the availability of instant coffee and washing soda. Shops which sell chemicals for film development can be rare nowadays. On the other hand, there’s the ecological argument: commercial developers are cocktails of various more or less nasty chemicals that need proper disposal. Caffenol can go down the drain. Last but nor least, it’s still somehow cool to tell people that you developed film with coffee.

The only problem is, that you’ll still need commercial fixer with an ammonium- or sodiumthiosulphate base. So, sooner or later you’ll still have to got to the secycling facility.

Money is not a reason for Caffenol use. Caffenol may be cheaper than powdered one-shot developers but in contrast to cheap, keep-for-ever, reuse-various-times, dilute-one-to-twohundred Rodinal it’s rather more expensive. Which leaves us with sustainability, moderate coolness and a certain Caffeno-look which is due to the fact that the developer also stains the negative a brownish tint. Just like above mentioned Rodinal, Caffenol can be used for both negative and paper development.

As a starting point for Caffenol beginners, I strongly recommend the already mentioned blog caffenol.blogspot.com and also the book that was derived from it, The Caffenol Cookbook and Bible (also in my links) which can be downloaded for free as a PDF file.

Here, I’m going to present my very personal workflow. I just can’t be bothered to stick to an agitation scheme for 30 minutes or more (times which are common for regular Caffenol development). Thus, I prefer stand development. Heck, I prefer stand development anyway: just pour your developer into the tank, set the alarm clock and walk off to do something else like reading, cooking, watching TV or even sleeping. Perfect!

I’ve read on the internet that people use the Caffenol “standard recipe” (which is Reinhold’s so called Caffenol-C-M) for stand development. This just didn’t work out for me, my negs got terribly overdeveloped. Anyway, with every other developer you use a more diluted version for stand development, so I thought “Why shouldn’t that apply to Caffenol as well?” So I started to use double the ammount of water for Caffenol-C-M and adding 2g of table salt as a restrainer (which may or may not do anything but I’m not even going to pretend that I’ll try to find out). From the first trial onwards, I got beautiful negatives with black highlights and clear shadows. Typically for Caffenol, they’re more dense than commercially developed negs but they scan nicely on my cheapo film scanner and – which is far more important to me – they print like a charm in the darkroom. To be honest, I’m totally in love with the double-coffee-look of my Caffenol developed prints from coffee negs!

I digress, so back to film development:

for 120 roll film (which needs at least 650ml of developer in my tank) I simply double the ammount of water for Caffenol-C-M, which gives the following recipe:f

27g washing soda

8g vitamin C

2 gtable salt

20g instant coffee

in 1 litre of room warm water

For standard 135 a.k.a. 35mm film (which needs less developer) I use half the ammounts of coffee, soda and vit C as the standard recipe:

14g washing soda

4g vitamin C

1g table salt

10g instant coffee

in 500ml of room warm water


First, I weigh and dissolve the “white” ingredients (soda, salt, vit C), only then do I add and dissolve the coffee.


I let this stand while I’m in the darkroom fiddling the film into the spool.

When the film is in the tank it’s just filling in the Caffenol, agitating for a few times and then letting the whole thing stand untouched for 90 minutes. Afterwards, just pour out the Caffenol and fill the tank with water, invert 10 times and pour out. Fill again and let stand for 10 minutes. (This step is optional but I think it reduces the brown stain to an esthetically pleasing minimum.) Pour out and fix with commercial fixer according to the fixer’s instructions. Pour out and wash with the quick and sustainable but archive proof Ilford-Method: Fill tank with water, invert 5 times, pour out. Fill again, invert 10 times, pour out. Fill one last time, invert 20 times, pour out, done! I got into the habit of wiping my negative with a folded sheet of kitchen tissue paper which removes superfluous water, reduces chalk stains ans lets the negs dry more quickly. Hang to dry, then scan or print as you would any other neg.

Lastly, I’ll show you some pictures: all are scans of Caffenol developed Negatives or of Caffenol developed prints from those negatives. (Prints on Tetenal Work grade 3.)

First the scanned negs:

half a car

motorrace car

Then the paper prints:

cleaver

rose

camera

PS: As you can see, I now have a “real” enlarger :-) More on that later.

Apr 28 / analogue_rogue

Pinhole – Papiernegative / Pinhole – Paper Negatives

pinhole pic

 — SCROLL DOWN FOR ENGLISH VERSION –

Anlässlich des heutigen World Pinhole Photography Day habe ich meine Pinhole-Kamea mal wieder aus dem Schrank genommen. Ich habe diese Kamera vor etwa zwei Jahren aus einer Waschmittelbox gebaut und damit meine allerersten Papiernegative geschossen.

Die Kamera ist unglaublich simpel: eine lichtdichte, innen mattschwarz gestrichene Box, vorne ein winziges Stecknadelloch in einem dünnen Blech, ein verschiebbarer Kartonstreifen als Verschluss – fertig!

Als “Film” dient Fototpapier (in diesem Fall Agfa Brovira Speed, da es – wie der Name schon sagt wirklich unglaublich schnell ist). Das Fotopapier muss natürlich vorsichtig in der Dunkelkammer unter Rotlicht in die Kamera eingelegt werden.

Zum Fotografieren einfach die Kamera auf eine feste Unterlage stellen, grob zielen wohin das Loch zeigt (Pinholes haben einen ziemlichen Weitwinkel) und den Verschlussschieber für einige Zeit öffnen (von knappen 20 Sekunden in der Sonne bis hin zu einigen Minuten an stark bewölkten Tagen – Kusntlicht und geschlossene Räume würden wohl eher Stundenlange Belichtung erfordern, das habe ich aber noch nicht ausprobiert).

Entwickelt wird das Papiernegativ ganz einfach wie ein ausbelichtetes Papierbild in einer Schale mit Papierentwickler in der Dunkelkammer.

Das fertige Negativ kann man nun entweder trocknen lassen und Scannen um dann den Scan zu invertieren und zu spiegeln. Oder man kann es trocknen lassen und auf ein anderes Stück Fotopapier legen (Schichtseite zu Schichtseite), mit einer Lampe ein paar Sekunden belichten und das entstandene Positiv entwickeln.Oder ganz quick and dirty, so wie ich hier für diesen schnellen Post: die Handykamera auf “Effekt: Negativ” einstellen und abfotografieren:

Papiernegative können aber noch viel mehr: als Filmersatz in einer “echten” Großformatkamera, davon mehr in einem anderen Post.


– ENGLISH VERSION –

For today’s World Pinhole Photography Day I’ve dug out my pinhole camera again. I built it almost two years ago from an old washing powder box and used it to shoot my first paper negatives.

The camera is unbelievably simple: a lightproof box, painted matte black on the inside with a small Pinhole in a piece of an old soda can as “lens” and a cardboard shutter

Instead of film it uses photographic paper (I use Agfa Brovira Spees as it is – obviously – very fast). The paper has of course to be inserted into the camera in a darkroom with red safelight.

To take a picture, just put down the camera on a stable surface, aim and open the shutter for anything from 20 sec (sunny day) to a few minutes (very overcast weather).

Bring back home and develop as you would develop a print.

You can dry and scan the paper negative or you can contact print from it by placing it onto another piece of photographic paper (emulsion to emulsion) and exposing it with a lamp for a few seconds. Develop the resulting positive.

What I did for this post was rather quick and dirty. I set my cell phone’s camera to “effect: negative” and shot a picture of the negative this way:

Paper negatives can do much more. They can serve as ersatz film in a real large format camera. More in a future post.



Apr 28 / analogue_rogue

Salzdruck – Salt Prints

Bavariagebäude Salzdruck

– SCROLL DOWN FOR ENGLISH VERSION –

Heute schreibe ich über eine Drucktechnik aus der Frühzeit der Fotografie.

Der Salzdruck wurde in den 1830er Jahren von William Henry Fox Talbot, einem der Pioniere der frühen Fotografie, erfunden. Kurz gesagt wird ein gewöhnliches Stück Papier auf einer Seite mit einer Kochsalzlösung beschichtet, trocknen lassen und dann im Dämmerlicht mit einer Silbernitratlösung bestrichen, wodurch es (UV-) lichtempfindlich wird. Danach wird ein Negativ auf das Papier gelegt, beides in einen Bilderrahmen gespannt und zum Belichten in die Sonne gelegt. Interessant dabei ist, dass das Bild wirklich vor unseren Augen auftaucht und nicht erst entwickelt werden muss. Das fertige Bild wird gewaschen und in Natriumtiosulfatlösung fixiert.

Bilder die mit diesen Techniken entstehen zeigen sehr schön die Struktur des Papiers, auf dem sie gedruckt wurden. Salzdrucke machen den Eindruck irgendwie mehr “im Papier drin” zu stecken, als ein moderner Abzug.

Für einen Salzdruck benötigt werden:

- Papier, das es aushält, längere Zeit gewässert zu werden. Gut ist Büttenpapier aus dem Künstlerladen aber auch so manches festere Tintenstrahldruckerpapier kann verwendet werden (vorher ausprobieren, ob ein Blatt nach 10 min im kalten Wasser noch zusammenhält)

- Wasser und Kochsalz: kein Jodsalz, kein rieselfähiges Salz mit irgendwelchen E-Nummern als Zusatzstoff. Am besten ist Meersalz (billiges kaufen!)

- Natriumthiosulfat (ein milder fotografischer Fixierer)

- Silbernitrat und Zitronensäure. Die Zitronensäure gibt es in jedem größeren Supermarkt als Entkalker für Kaffeemaschinen (darauf achten, reine Zitronensäure zu kaufen). Das Silbernitrat muss man im Internet bestellen, ist nicht ganz eifach zu finden und wird als Chemikalie nur an volljährige Personen verkauft, die angeben was sie damit machen, (“fotografische Zwecke”) Ich selber habe mein Silbernitrat in einem “Naturkosmetik” – Laden namens omikron-online bestellt. Ob es bessere Quellen gibt, weiß ich nicht. Egal wo, das Zeug ist teuer. 10g kosten zum Beipiel 23,80€, reichen aber ziemlich lange. Alle anderen Zutaten sind eher günstig, so dass ich glaube, Salzdruck und modernes Fotopapier geben sich nicht viel.

- ein geeignetes Negativ: Salzdruck ist ein Kontaktdruckverfahren, das heißt, das Negativ muss genauso groß sein wie das Bild, das man damit anfertigen will. Eine Methode ist natürlich die Verwendung einer Großformatkamera. Einfacher ist es jedoch, ein digitales Bild (oder eben auch einen Scan eines analogen Negativs) auf eine Transparentfolie der entsprechenden Göße zu drucken. Dazu das Bild invertieren, also zu einem Negativ machen (und natürlich entsättigen, falls es sich nicht um ein Schwarzweißbild handelt).

- detilliertes Wasser, einen Bilderrahmen in Größe des verwendeten Papiers

Also los:

Eine 2-prozentige Kochsalzlösung herstellen, (z.B. 20 Gramm Salz auf 1 Liter Wasser). Alles gut auflösen.

Salzlösung in eine flache Schale geben, die groß genug ist, dass das verwendete Papier hineinpasst.

Das Papier darf nur auf einer Seite mit der Salzlösung beschichtet werden, also muss die Rückseite markiert werden, ich mache es mir hier einfach und benutze Postkartenpapier. Das Papier wird nun zwischen zwei Fingern gebogen und vorsichtig auf die Oberfläche des Wassers aufgesetzt.

Jetzt muss das Papier eine halbe bis zwei Minuten auf der Oberfläche liegen, bis es sich an den Rändern hochwölbt. (Je nach Papier und Luftfeuchtigkeit kann das auch sehr schnell gehen, dann hilft es, die Rückseite des Papiers mit einer Blumenspritze leicht anzufeuchten, schon liegt es wieder plan.)

Wenn die Ränder des Papiers sich nach oben wölben, eine Ecke vorsichtig zwischen zwei Finger nehmen und das Papier langsam und gleichmäßig von der Wasseroberfläche abheben.

Jetzt muss das Papier vor dem nächsten Schritt erstmal vollständig trocknen, dazu kann man es entweder an einer Ecke mit einer Klammer aufhängen, oder flach ausgebreitet trocknen lassen. Manche Papiere werden sich schrecklich wellen, dann sollten sie nach dem Trocknen einige Tage zwischen schweren Büchern verbringen. Das “gesalzene” Papier kann unbegrenzt lange gelagert werden. Erst nach dem nächsten Schritt, der dann auch im Dunkeln stattfinden muss, wird es lichtempfindlich sein. Noch darf es also ruhig in der Sonne trocknen.

Der nächste Schritt ist wie gesagt die Sensibilisierung mit Silbernitratlösung, das muss in sehr gedämpftem Licht stattfinden, da aber das Papier “nur” UV-empfindlich wird, brauchen wir keine Dunkelkammerbeleuchtung.

Zuerst jedoch muss die Silbernotratlösung angesetzt werden:

1. in einem geeigneten Gefäß 10g Silbernitrat in 42ml DESTILLIERTEM Wasser auflösen. In einem anderen Gefäß, 5g Zitronensäure in 42ml ebenfalls destilliertem Wasser auflösen. Die beiden Löungen in einem Raum mit gedämpftem Licht mischen und in eine braune Flasche abfüllen (um sie vor UV-Licht zu schützen). Fertig ist die Sensibilisierungslösung!

ACHTUNG: die Silbernitratlösung hinterlässt tiefviolette bis schwarze Flecken auf ALLEM mit dem sie in berührung kommt. Diese Flecken tauchen erst nach ausreichendem UV-Licht-Einfall auf. Bekommt man Silbernitrat an die Finger sieht man zuerst nichts, aber unter freiem Himmel werden diese dann schwarz.

In einem Raum mit gedämpftem Licht wird nun das fertig getrocknete Salzpapier mit der Sensibilisierungslösung bestrichen. Dazu ein paar ml in eine Untertasse füllen und den Pinsel anfeuchten. Zuerst von der Mitte zu den Rändern, dass längs und quer die Silbernitratlösung auftragen. Wenn man das Papier von der Seite betrachtet, sieht man ganz gut , wo es schon glänzt = sensibilisiert ist. Papier im Dunkeln trocknen lassen. Das sensibiliserte Papier sollte schnell verbraucht werden. Schon nach zwei Tagen lässt die Lichtempfindlichkeit nach.

Das sensibilisierte Papier in einen passenden Bilderrahmen legen, mit Tesa an den Ecken befestigen. Das Negativ auf das Papier legen (bei einem analogen Negativ mit der Schichtseite nach unten, bei Tintenstrahl kann diese auch nach oben zeigen – dann muss das Negativ aber in Photoshop gespiegelt werden). Das Negativ an einer Längsseite mit Tesa auf das Papier kleben, so kann man später den Abzug überprüfen und das Negativ wieder passend zurücklegen um weiter zu belichten falls nötig.

Nun muss das Papier-Negativ-Sandwich in die Sonne gelegt werden. Nach kurzer Zeit wird das Silbernitrat sichtbar dunkel. Je nach Stärke der Sonneneinstrahlung dauert die Ausbelichtung eines Negativs einige Minuten bis zu einer Stunde (an sehr trüben Wintertagen). Ich belichte, bis das Papier so dunkel ist, dass ich die hellen Stellen des Negativs kaum mehr sehe.

Das fertig belichtete Papier in ein Zimmer mit gedämpftem Licht tragen und aus dem Rahmen nehmen. In einer flachen Schale mit Wasser  bedecken und waschen, ausgiesen und wieder füllen, bis das abfließende Wasser nicht mehr trüb ist. Anschließend in einer Lösung von 25g Natriumthiosulfat und 2g Waschsoda auf 500 ml Wasser etwa zehn Minuten fixieren. Danach eine Viertelstunde in einer flachen Schale mit Wasser wässern, um das überschüssige Thiosulfat zu entfernen. Trocknen lassen (oder mit einem Bügeleisen schnelltrocknen), dabei wird das Bild erheblich dunkler, als es nass erscheint.

Die beiden obigen Beispiele habe ich auf säurefreies Büttenpapier gedruckt. Das obere war ursprünglich ein Digitalbild, das invertiert und als Neagativ auf Transparentfolie gedruckt wurde, das untere war ursprünglich ein Scan eines Mittelformatnegativs, der ebenfalls auf Folie gedruckt wurde.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

– ENGLISH VERSION –

Today, I’ll talk about a printing technique from the early days of photography.

Salt printing was invented by English photography pioneer William Henry Fox Talbot in the 1830s. In a nutshell, an ordinary sheet of paper is coated with a solution of ordinary table-salt, dried and sensitized with silver-nitrate. The sensitized sheet is used to contact-print a photographic negative in direct sunlight. In contrast to modern darkroom-printing, the image appears right before your eyes – no need for development. The sun-printed image is washed, fixed in a sodium-thiosulphate solution and dried.

Saltprints show the fibrous texture of the paper they’re printed on. The images also seem to be more embedded “in” the paper rather than “on” the paper as wih moder silver-gelatine printing.

For salt-printing you need:

- Paper, that can stand long immersion in water. Acid-free fine-art paper made from rags is best, but  any old paper that can stand half an hour in cold water without being reduced to a mush will be fine.

- Water and table-salt: don’t use iodized salt, don’t use salt with added chmeicals (E-Numbers etc.) sea-salt is best (buy the cheapest brand).

- Sodium-thiosulphate (a mild photographic fixer)

- Silver-nitrate and citric acid. Citric acid can be obtained in large supermarkets as a descaler for coffemakers and water-kettles. Silver-nitrate will have to be ordered online. (Or ask at a pharmacist’s.) I cannot name sources for international ordering since chemicals may be subject to different legislation in other countries. If you’re an adult and cite “photographic use” you shouldn’t have an Anti-Terrorism-Squad kicking in your front door. Silver-nitrate will probably be quite expensive (10g are 23,80€ here in Germany) but a littel goes a long way. As all the other ingredients are quite cheap, I think that salt-printing is about as expensive as modern darkroom-printing.

- a suitable negative: as salt-printing is a contact-printing technique, the final print will be the same size as the negative. You can either use large-format analogue negatives or you can invert a digital BW image in photoshop or gimp and print it on transparency-sheets (the ones for overhead-projectors).

- demineralised water and a printing-frame (a picture-frame will do)

Off we go:

Make a 2-percent salt-solution. (e.g. 20g salt for 1 litre of water) Dissolve well.

Fill the salt-solution into a shallow tray that is large enough to accomodate your paper.

The paper is to be coated on one side only, so you’ll have to mark the backside with a pencil (here, I use postcard-paper, so the back is clearly discernible). Slightly bend the paper between two fingers and slowly set it down on the surface of the salted water.

Let float for half a minute to two minutes until the edges curl up. (If your paper curls up too quickly, slightly moisten the back with a flower-spraying pump.)

When the edges curl up, carefully take a corner of the paper between your finger and your thumb and slowly lift the paper from the surface.

For the next step, the paper has to dry thoroughly, either lying on a flat surface or hanging from a clothesline by a corner. The dried paper may curl heavily. If so, flatten between heavy book for a few days. The dry paper will keep indefinitely and is not yet sensitive to light.

The next step is sensitising the paper with silver-nitrate. This step has to be carried out in dim lighting, UV-light will darken the paper.

First, mix the silver-nitrate solution:

1. In a suitable vessel, mix 10g of silver-nitrate with 42ml of DEMINERALISED water. In another vessel, mix 5g of citric acid with 42ml of demineralised water.Mix the two solutions and fill into a labelled brown bottle, stopper tightly.

CAUTION: the solution will leave dark stains on almost any surface. Stains will not be visible at first, but will print out under UV-lighting (sunlight or fluorescent lights).

In a room with only dim lighting, apply the silver-nitrate solution to the salted paper with a brush. Fill a few ml of the sensitising solution into an old saucer and dip in only the tip of the brush. Start brushing in even strokes from the centre of the paper towards the edges, then brush over it again in a criss-cross pattern. If you look at the paper at an angle, you will clearly see where it is wet and where to apply more sensitiser. Hang or lay the sensitised paper to dry in a dark place. Once sensitised, the paper will keep only for two days, so use up immediately.

Put a sheet of the sensitised paper in a picture frame and tape down the edges onto the back-plate of the frame. Lay your negative on top and tape to the paper on one side (use easily removable masking-tape, so you can lift up one side of the negative to check print development and replace everything with true register. Put the glass plate on top and secure in place.

Lay the paper-negative-sandwich into the bright sunlight. Exposure varies from a few minutes to a few hours (in dim winter light). After a short while, the silver-chloride that formed on the sensitised paper will visibly darken. I expose until I can barely discern the light parts of the negative from the underlying darkened paper.

Bring the frame into a dimly-lit bathroom and remove the paper from the frame. Wash in a shallow tray of water until the runoff is clear and not milky anymore. Fix in a solution of 25g of sodium-thiosulphate and 2g of washing soda in 500ml of tap water for about ten minutes. Wash in a shallow tray of water for another 15 minutes. Hang to dry (or quick-dry using a clothes iron). The dry print will be far darker than the wet paper.

The two prints above were printed on acid-free rag-paper. The upper one was printed on transparency foil from a digital image file inverted and made into a negative in Gimp, the lower one was originally a scan from a medium format negative which I also printed onto a transparency.

Have fun with this fascinating process!